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Die verbindliche Teilnahme am Tanzen

In vielen Bereichen des Unterrichts, wie zum Beispiel in den Fächern Musik oder
Sport, ist der Tanz als Darstellung von Musik und künstlerisch geformter Bewegung
immer mehr in den Vordergrund gerückt. Immer wieder werden tänzerische
Darstellungen auch in anderen Fächern integriert, z.B. in Religion oder Englisch.

Die Bewegung

Bewegung ist ebenso ein Grundbedürfnis, wie die Nahrungsaufnahme oder Schlaf.
Ein Kind entdeckt seine Welt über die Bewegung und über das was sich „in ihm bewegt“. Kinder äußern ihr Empfinden über die Bewegung und ihren Ausdruck.
Die Sinne sind der wichtigste Indikator zum Erproben und Experimentieren der
eigenen Kräfte und Fähigkeiten. Bewegung öffnet Kindern das Tor zu ihrer räumlichen
sowie zu ihrer materialen Umwelt. Diese materialen Erfahrungen sind die Grundlage kognitiver Entwicklung.

Die Bewegungskoordination

Koordination ist die Fähigkeit, verschiedene Bewegungsabläufe in eine
Aufgabenstellung zu integrieren. Dabei sind verschiedene Muskeln angesprochen,
die gleichzeitig und aufeinander abgestimmt angewendet werden sollen.

Beispiele sind hierbei die gleichzeitige Bewegung von:

Hand und Fuß
Oberkörper und Unterkörper
rechten und linken Körperteilen

Die Schwierigkeit bei diesen Aufgaben stellt die Beanspruchung beider Körperseiten dar. Kinder haben verstärkt Schwierigkeiten bei der Kreuzung ihrer Körpermitte.
Sie können seitengekreuzte Bewegungen nicht ausführen, da das Nervensystem
möglicherweise nicht genügend beansprucht ist.

Die Schulung der Koordination spricht beide Hirnhälften an und erweitert neuronale
Vorgänge im Gehirn. Dadurch wird die Aufnahmeleistung von Kindern erweitert und
sie lernen, sich komplizierte Vorgänge durch einen logischen Vorgang zu erschließen.
Die Überwindung der „kleinen Hürden“ sorgt für ein Erfolgsempfinden und weckt den
kindlichen Ehrgeiz.

Im vierten Schuljahr ist eine Schulstunde “Tanzen“ pro Woche im Stundenplan
verbindlich verankert!

Das Tanzen

Beim Tanzen müssen bestimmte Bewegungsabläufe und ihre Variationen gelernt,
behalten und musikalischen Phrasen zugeordnet werden. Bewegungsideen müssen
in ihrem typischen Inhalt erfasst und mit den eigenen körperlichen Möglichkeiten
umgesetzt werden. Das Ausführen von koordinierten Bewegungen allgemein besitzt
einen starken positiven Einfluss auf die Entwicklung geistiger Fähigkeiten.

Die Gruppenfähigkeit wird geschult.

Innerhalb der Gruppe besitzt Tanzen viele positive Aspekte.
Viele Tanzformen
zwingen die Kinder dazu, mit ihren Mitschülern Kontakt aufzunehmen.
Dabei ist nicht immer eine freie Wahl des Partners gegeben. Auf diesem Weg ist es
möglich, Antipathien einzelner Schüler untereinander abzuschwächen.

Durch die überwiegend nonverbale Kommunikation beim Tanzen können auch Kinder
mit sprachlichen Defiziten in das Geschehen integriert werden.
Im stark sprachbetonten Untericht sind sie häufig benachteiligt, im Tanz können
sie ihre Fähigkeiten unabhängig von ihrem Sprachvermögen zeigen. Die Kinder lernen,
sich in die Gruppe einzuordnen, um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen,
Privatinteressen zugunsten der Gemeinschaft zurückzustellen und Verantwortung
für die Gruppe und das Gelingen ihres Tanzes zu übernehmen.

Weitere positive Aspekte des Tanzunterrichts:

Tanzen...

  • ist gleichzeitige künstlerische Gestaltung in Raum und Zeit.
  • schult den ganzen Körper.
  • fördert die Akzeptanz des eigenen Körpers.
  • gibt der kindlichen Persönlichkeit Raum.
  • fördert die Konzentrations- und Merkfähigkeit der Kinder.
  • fördert die Persönlichkeitsbildung.
  • ist spielerische Förderung aller Sinne.
  • gibt ein Gefühl für Rhythmus und Raum.
  • drückt Gefühle aus.
  • erzeugt Gefühle.
  • ist ein Mittel der Kommunikation.
  • sorgt für soziales Miteinander.
  • lehrt Rücksichtnahme.
  • baut Spannungen und Blockaden ab.
  • weckt die Kreativität.
  • fordert und fördert Selbstdisziplin.
  • ist eine der wenigen Möglichkeiten, alle Kinder gleichzeitig und ohne
  • Leistungsvergleich in einer Aufgabe zu binden.
  • macht Spaß!


Kinder...

  • können beim Tanzen Raumvorstellungen entwickeln.
  • können ein Gefühl für die Dauer von Zeitspannen entwickeln.
  • können lernen, ihr Bewegungstempo und ihre Bewegungsintensität danach auszurichten.
  • erfahren im gebundenen Tanz klare Strukturen / Ereignisse werden vorhersehbar.
  • erfahren Gemeinsamkeit.
  • haben gerade bei der Präsentation von Tänzen ein großes Erfolgserlebnis als Gruppe.

Über das Jahr verteilt ergeben sich in unserer Schule immer wieder Möglichkeiten, die einstudierten Tänze zu präsentieren:

  • Klassen- und Schulfeste zu jeder Jahreszeit
  • Einschulungs- und Abschlussgottesdienste
  • Feste der Gemeinde


Bisherige Bereiche der Tänze waren:

Mittelalterlicher Tanz, Weihnachtstanz (mit Schwarzlicht), Hip Hop / Modern Dance